Kreditorische Debitoren (FI-AP)
Optionaler Umfang: was man dem Kunden schuldet, darf man ihm nicht als Forderung mahnen.
Ein Kunde, der zugleich Lieferant ist, darf nicht über einen Betrag gemahnt werden, den man ihm selbst schuldet. SAP kennt die Beziehung — und zwar als freigegebene Eigenschaft, nicht als Vermutung.
Die Verbindung, und die Erlaubnis
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
A_Customer.Supplier | Der Kreditor zum Debitor (KNA1-LIFNR) — die Zuordnung. |
A_CustomerCompany.CustomerSupplierClearingIsUsed | „Verrechnung mit Kreditor“ am Debitor (KNB1-XVERR) — die Erlaubnis. |
A_SupplierCompany.ClearCustomerSupplier | Dieselbe Zusage von der Kreditorenseite. |
Verrechnet wird nur, wo BEIDE Kennzeichen gesetzt sind. Eine bloße Zuordnung ist eine Information, keine Erlaubnis.
Was geliefert wird
Die Kreditorenposten kommen aus derselben Quelle wie die Forderungen (
FinancialAccountType = 'K',Suppliergefüllt) — kein zweiter Service, kein zweiter Lauf.Sie werden unter dem Debitor geliefert, negativ, mit eigener Belegart und dauerhafter Mahnsperre: sichtbar in der Kontoübersicht, den Saldo senkend, nie selbst gemahnt.
Geliefert wird nur, was zu einem verrechnungsfähigen Debitor gehört. Ein Lieferant ohne Debitorenbeziehung wird nicht geladen — dies ist nicht die Kreditorenbuchhaltung.
Ausgenommen bleibt, was der Kunde benennt: Anzahlungen an Lieferanten, Sonderhauptbuch-Vorgänge, gesperrte Rechnungen, Posten in Prüfung.
Was das für die Mahnung heißt
Die Verbindlichkeit senkt den Saldo, aber sie gleicht keinen einzelnen Posten aus: welche Forderung durch welche Verbindlichkeit gedeckt ist, entscheidet die Verrechnung in SAP und nicht der Abzug. Bilendo mahnt deshalb weiter auf Postenebene — die gesenkte Kontosicht ist die Grundlage der Entscheidung eines Menschen, nicht eine automatische Ausbuchung.